Venezuela Info

Neuer US-Außenminister mit aggressiven Positionen gegen Venezuela vorbelastet. Europaparlament ignoriert Verfall der Basis von Guaidó

Von Benjamin Grasse | amerika21

Auch nach dem Regierungswechsel in den USA dürften Washington und Europa ihre Strategie des maximalen Drucks gegenüber dem lateinamerikanischen Land beibehalten.

Der designierte Außenminister Anthony Blinken hat bereits zu erkennen gegeben, dass die Regierung von Präsident Joe Biden wie die vorangegangene Regierung ebenfalls den venezolanischen Oppositionspolitiker Juan Guaidó als führende Kraft in Venezuela anerkennen wird. Das Europäische Parlament hat derweil eine Resolution angenommen, in der die Anerkennung Guaidós als Interimspräsident gefordert wird.

Der künftige Chefdiplomat bestätigte am 19. Januar vor dem US-Senat, dass es unter Biden keinen Strategiewechsel geben werde. Man wolle vielmehr versuchen, effektivere und zielführende Sanktionen gegenüber der Regierung von Präsident Nicolás Maduro durchzusetzen und die "humanitäre Unterstützung" für das südamerikanische Land erhöhen. Obwohl Guaidó in Venezuela selbst kaum noch über eine breite Basis verfügt, wird er von den USA und anderen Ländern weiterhin als Präsident Venezuelas unter der Behauptung gestützt, die Amtszeit Maduros seit Januar 2019 sei auf manipulierte Wahlen zurückzuführen.

"Wir brauchen eine effektive Politik, die ausgehend von freien und fairen Wahlen, die Demokratie in Venezuela wiederherstellen kann", so Blinken.

Blinken hat eine Vorgeschichte als Scharfmacher gegen Venezuela. In der Barack Obama-Regierung, die Venezuela als "Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA" einstufte und damit die Grundlage für die weitere Sanktions-Politik legte, war er stellvertretender Außenminister und stellvertretender nationaler Sicherheitsberater. Als Senior Fellow am Center for Strategic and International Studies (CSIS) zeichnete er mitverantwortlich für eine Studie, die die Corona-Pandemie als Chance für eine ausländische Intervention in dem unbotmäßigen, sozialistisch regierten Land analysierte... [weiter lesen: amerika21.de]

 

Werbung

 

 

Nach oben